Sonntag, 2. Juli 2017

Extralieber Flugreisebericht


Ja, EXTRALIEB ist ein Deko- und Handwerksblog. Aber unter dem Umstand, dass ich trotz riesiger Flugangst geflogen bin - Ihr könnt Euch nicht vorstellen was das für mich bedeutet - um in Griechenland eine Woche Urlaub zu verbringen, wird EXTRALIEB kurzfristig zum Flugreiseberichtblog und ein Blog für Hotelempfehlungen. Das "Elysium Resort und Spa auf Rhodos" hat sich meine persönliche Empfehlung mehr als verdient...
www.elysium.gr

Hauptsächlich für diejenigen, die wie ich Angst vor dem Fliegen haben, hier eine - vielleicht unterhaltsame - Sonntagsgeschichte! Von Herzen, Eure Gabriella


Flug Wien - Rhodos Sonntag, 18. Juni 2017 04:35 Uhr, Flugnummer OS 9173

Die, die wissen, dass ich schon immer unter Flugangst gelitten habe, ich schon einmal auf Korfu auf Urlaub war um mir zu beweisen, dass es vielleicht doch nicht so schlimm wäre zu fliegen, um bei diesem Urlaub aber dann zu erfahren, dass ich doch schreckliche Angst hatte und ich nun wieder, etwa 20 Jahre später all meinen Mut zusammen raffte um es doch noch einmal zu versuchen, die können nachvollziehen, dass es dieses Abenteuer wert ist, hier schriftlich festgehalten zu werden. In Anbetracht dessen, dass ich mir geschworen hatte nie wieder zu fliegen, macht dieses Erlebnis für mich nur noch beschreibenswerter.

Ach wie groß war die Vorfreude auf den bevorstehenden Traumurlaub im Fünfsternehotel Elysium Spa Resort auf Rhodos, den Christian liebevoll geplant und gebucht hatte! Ich gebe zu, dass ich vor lauter Glück schon eine Woche vor Abreise alle Reiseutensilien parat gelegt hatte und jedes Outfit, das eingepackt werden sollte, vorbereitet war. Der Tag der Abreise rückte immer näher und eigentlich rechnete ich mit steigender Anspannung oder Ängstlichkeit pro verstreichendem Tag bis 18. Juni. Aber da war nichts. Gar nichts. Ich war völlig ruhig und gelassen, dachte schon an das aufregende bevorstehende Flugerlebnis, aber wider Erwarten, panikfrei. In der Nacht vor der Abflugnacht schlief ich nur 2 Stunden und war erleichtert, dass Wochenende war und ich nicht übermüdet zur Arbeit musste. Warum hatte ich nur so schlecht geschlafen? War ich äußerlich cool und im Unterbewusstsein etwa sehr wohl uncool? Und dann war es so weit. Am Sonntag um 04:30 Uhr sollten wir abheben in Richtung Urlaubsziel. Diese frühe Abflugzeit veranlasste uns zum Zubettgehen am Samstag um 20 Uhr, damit wir vor unserer Abfahrt zum Flughafen Wien, so gegen 01:30 Uhr, noch ein wenig schlafen konnten. Da ich am Vortag wie gesagt kaum geschlafen hatte, war ich zuversichtlich vor dem nächtlichen Aufstehen, um diese Kleinkindzubettgehzeit, sehr wohl schlafen zu können. Dachte ich… Trotz verdunkeltem Schlafzimmer wälzte ich mich im Bett von einer Seite zur anderen und tat kein Auge zu. Christian hingegen legte sich um diese unübliche Zeit ins Bett und sein gleichmäßiger Atem verriet mir, wenige Minuten nach dem Gute“nacht“kuss, dass er bereits im Land der Träume war. Wie unfair war das bitte? Trotz der heruntergelassenen Rollos drang die Abendsonne in unser Schlafzimmer, was mir nicht gerade beim Plan Einschlafen behilflich war. Ich schlüpfte leise aus dem Bett und holte ein schwarzes Handtuch aus dem Badezimmer. Mit diesem bedeckte ich meine Augen um mir Nacht vorzugaukeln und etwa so Schlaf zu finden. Es war Schwerarbeit, aber irgendwann war ich doch eingeschlafen.

Ich bin mir sicher, dass es sich bei mir nicht um mehr als eventuell zwei Stunden Schlaf gehandelt haben konnte, als uns der Wecker gegen 01:00 Uhr Früh am Abflugtag zum Aufstehen rief. Müde, aber in freudiger Erregung, ob des großen Abenteuers Urlaub, machten wir uns fertig und beförderten die Koffer ins Auto. Noch immer keine Flugangstzustände. Die Beruhigungstabletten, die ich bei etwaigen und nicht auszuschließenden Panikattacken einnehmen wollte, hatte ich, wie ein Westernheld seinen Colt, ständig im Anschlag. Sollten Herzrasen und Todesängste überhandnehmen plante ich mich mit einem Pillenschluck zu beruhigen. Ich gebe zu, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch mehr Angst vor der Auswirkung von möglichen Beruhigungstabletten hatte, als vor dem immer näher rückenden Flug. Würde ich die Tabletten vielleicht nicht vertragen? Könnte mir übel auf diese Dinger werden? Also zögerte ich die mir selbst verordnete Medikation hinaus. Auf der Fahrt zum Flughafen Wien verspürte ich erstes kleineres Kribbeln im Bauch. Beim Parken in der Parkgarage des Flughafens im 7. Stock wurde mir ein wenig flau im Magen, aber noch nicht gesundheitsgefährdend, oder gar lebensbedrohend. Obwohl (enges) Liftfahren auch nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört und angesichts dessen, dass ich aktuell einer Dreifachangstsituation ausgesetzt war (Tablettenmisstrauen, Liftunverträglichkeit, Fluguntauglichkeit), meisterte ich diesen Ausnahmezustand und die Kofferbeförderung zum Flughafengebäude ohne erwähnenswerte Zustandsveränderungen. Diagnose: Herzschlag leicht erhöht, aber nicht besorgniserregend. Christian (mein persönlicher Herr Dr. Lang – Doktor der Psychiatrie) wurde niemals müde mich zu erheitern, aufzumuntern und mich zu beruhigen. Das war wirklich sehr hilfreich und ich war unheimlich dankbar. Dieser Mann wusste, wie er seine psychisch labile Frau ohne Ausschreitungen im Griff behielt.

Der Flughafen war nicht übermäßig belebt. Es war schön die Menschen zu beobachten, die bald in wenigen Stunden Flugzeit, weiß Gott wo auf der ganzen Welt verstreut sein würden.  Ist das nicht eine aufregende Vorstellung? Überall Menschen, die sich auf Urlaub freuten, oder aus sonst einem freudigen Grund in die Luft stiegen um vielleicht einen lang vermissten Menschen am anderen Ende der Welt wieder in die Arme nehmen zu können! Ich war mit meinen Gedanken beschäftigt. Gleichzeitig wurde ich immer stiller, was in meinem Falle ein Zeichen von steigender Anspannung ist, aber trotz allem hätte ich zu diesem Zeitpunkt schon mit deutlich mehr Angstzuständen gerechnet.

Beim Check in Schalter gaben wir unser Gepäck auf. Die Koffer wurden gewogen und beklebt, unsere Reisepässe kontrolliert. Rhodos… Herzklopfen. Am Band verschwand unser Reisegepäck. Ab ging`s zur Sicherheitskontrolle. Handtasche und Handgepäck wurden kontrolliert. „Haben Sie Flüssigkeiten oder Cremen in der Tasche?“, fragte mich die Kontrollangestelle routinemäßig. Ich lächelte sie etwas nervös an: „Ja, ein Labello und eine Handcreme“. „Okay“, kam zurück, „legen Sie alles in diese Schale“, ich gehorchte brav. Die Schale mit meiner Tasche und unser Handgepäck ging durch den Scan und auch wir mussten durch so einen „Scandurchgang“, keine Ahnung wie man das bezeichnet (ich = Fluganfänger), obwohl ich mich bemühte mich so souverän und flugerfahren zu geben wie ich konnte. Mein Schuhwerk war, wie in bestimmten Situationen fast immer, unpassend und unprofessionell. Aber ich hatte statt High Heels „sportliche“ 12 cm hohe Keilabsätze gewählt. Diese Größermacher musste ich extra scannen lassen, also ausziehen, weil ich, wäre ich ein Attentäter, in diesem Keil etwas Verbotenes versteckt haben könnte. Erwartungsgemäß waren sie clean und ich durfte wieder reinschlupfen und weiterstöckeln. Ab zu Gate F26! Es war ein ganz schön langer Weg dorthin. Überall saßen oder lagen Flugprofis, die auf ihren Flieger warteten und sich die Zeit bis dorthin mit Musik hören, Internet, lesen oder schlafen (!!!! Gott wie schön muss es sein, völlig angstfrei zu leben !!!) zu vertreiben. Gehorsam trappelte ich Christian nach, der auf Grund seiner mittlerweile großen Flugerfahrung, genau wusste wie alles ablief und wo wir wann hinmussten. Geschafft. Gate F26. Da stand es schon am Schalter angeschrieben.

Wir waren noch fast völlig alleine an diesem Schalter und nahmen Platz. Christian machte mich auf eine Maschine am Flugfeld aufmerksam, von der mich nur eine überdimensionale Fensterscheibe trennte. Da stand es. Unser Flugzeug. Das war der Zeitpunkt an dem meine Nervosität stieg. Herzfrequenz etwa 140 Schläge pro Minute. Bei Läufern wäre das die Fettverbrennungszone (alles Negative hat auch etwas Positives), also 60-70 % der maximalen Herzfrequenz, subjektive Belastung: leicht bis mittel. Wahrscheinlich war ich der einzige Mensch sitzend am Gate, der augenblicklich an Gewicht verlor, nahe der aeroben Zone – 70 – 80 % HFmax - wenn wir es wieder läuferisch betrachten, mit Steigerung der Ausdauer, Kräftigung des Herzens (sitzend im Plastiksitz?), Ökonomisierung von Herz- Kreislauf und Atmungssystem, Verbesserung der anaeroben Kapazität, Erhöhung der Fettverbrennungsrate (da haben wir wieder unseren Vorteil), subjektive Belastung: mittel bis anstrengend. Okay. Herzrasen dürfte zwar unangenehm aber durchaus gesund sein. Meine Beruhigungstablette im Anschlag… Wie lange vorher musste man sie wohl nehmen bis sie wirkte? War es dafür nicht ohnehin schon zu spät?

Unser Gate füllte sich mit Menschen. Etwa 170 Passagiere klärte mich Christian auf. 170 Menschen in so einem engen Flugzeug? So viele quengelnde Kleinkinder und sogar Säuglinge! Ein Baby schrie unaufhörlich. Sichtlich genervte, überforderte Eltern versuchten ihren Nachwuchs zu beruhigen. Einzuschläfern. Das Kindergeschrei steigerte mein Unwohlsein. Riesige Kinderwägen standen umher. Wie wollen die das alles ins Flugzeug packen? Gelegenheit für Panik? Klopf, klopf, klopf in meiner Brust. Nervös spielte ich mich dem Handy herum. Handy! Abschalten!! Ich traute der Einstellung „Flugmodus“ meines Smartphones nicht. Was wenn wir wegen meiner Fehleinstellung am Mobiltelefon in Flugschwierigkeiten geraten würden? Also ganz abschalten. Erledigt. Eine völlig taff wirkende Dame begab sich zum Schalter. Sie gab über Lautsprecher in Deutsch und Englisch bekannt, dass wir in wenigen Minuten durch einen Art Einstiegstunnel das Flugzeug betreten könnten. Menschen mit Behinderung zu erst. Danach die Kinder und deren Eltern und in weiterer Folge wir. Eine endlos wirkende Schlange bildete sich. Ich wünschte mir inständig, dass die Kinder am Gate bleiben würden. Nicht mitfliegen. Oder prompt aufhören zu schreien. Adults only Flüge müsste es geben, ging mir durch den Kopf. Warum nicht? Ich begann diese Kinder zu hassen. Bei genauerer Überlegung begann ich fairer halber die Eltern dieser Schreikinder zu hassen. Müsst ihr denn unbedingt mit Kleinkindern fliegen? Könnt ihr nicht warten, bis diese wenigstens das Volkschulalter erreicht haben und bis dahin nach Jesolo oder Caorle sandspielen fahren? Warum tut ihr Euch diesen Stress an? Warum tut ihr mir euren rotgesichtigen, verzogenen, plärrenden Nachwuchs an? 

Wir waren an der Reihe durch den Tunnel zu gehen. Ticket gescannt, ab durch den Schlauch, zum Einstieg des Flugzeuges. Einstieg? Kleines rundes Einstiegsloch an der Flugzeugwand! Für’s Umkehren war’s wohl zu spät. Durch mit mir durch das Loch. Beim dortigen Zeitungsständer nahm ich mehr als Ablenkung, als aus Lesevorsatz die angebotene Zeitschrift entgegen. Grüßend erwiderte ich das Lächeln der netten Stewardesse die uns herzlich willkommen an Bord hieß. Alles sehr eng hier. Die Eltern des schreienden Babys versuchten bereits in Reihe eins ihrem Säugling Herr zu werden. Ich hoffte, dass es bald vor Erschöpfung verstummte. Die Stimme des Kleinen zitterte schon verdächtig. Wie kann man nur so idiotisch sein zirka dreivierteljähriges Kind mit in ein Flugzeug zu nehmen? Sollte ich fragen? Lieber keine Schlägerei an Bord verursachen, dachte ich mir, es waren einfach zu viele mit Kindern an Board.
Christian hatte vierte Reihe gebucht. Fensterplatz für mich und er daneben. Mein Flugcoach tätschelte mir beruhigend die Hand und schenkte mir besänftigende Worte. Ich schwöre, dass ich ohne Christian das Flugzeug nie betreten hätte. Schnell setzte ich mich, schnallte mich sofort an, obwohl noch nicht mal alle Passagiere das Flugzeug betreten hatten und begann in der Zeitschrift zu blättern. Ich hoffte, dass sich durch das Lesen mein Pulsschlag normalisierte. Tat er nicht. Wirklich sehr aufgeregt rutschte ich im Fliegersitz umher. Christian meinte, dass das Flugzeug sehr geräumig war, viel geräumiger als die Maschinen der Business-Städteflüge mit denen er sonst unterwegs war und viel Beinfreiheit bot. Wirklich? Ich fand es eng. Das bedeutete, dass ich, sollte ich jemals wieder fliegen – was ich zu diesem Zeitpunkt bezweifelte, niemals einen Städtetrip in Erwägung ziehen würde. Als endlich alle Passagiere saßen, begrüßte uns der Kapitän per Lautsprecher und bald begann das Flugzeug sich vom Einstiegstunnel wegzubewegen und Richtung Startbahn zu rollen. Ich blickte durch das viel zu kleine, ovale Fenster neben mir und drückte Christians Hand, der mit ruhiger Stimme den Ablauf kommentiere. Ich war froh, dass wir so weit vorne im Flugzeug saßen, so erdrückte mich die Menschenmenge in meinem Rücken nicht zusätzlich, sofern ich mich niemals umdrehte. Machte ich auch nicht. Eine Stewardesse erklärte uns die Maßnahmen im Notfall. Handhabung der Sauerstoffmasken, wo wir die Schwimmwesten finden konnten und wie diese zu benutzen wären. Bitte erspart mir das! Das macht mir zusätzlich Angst! Wenn was passiert sind wir sowieso alle tot! (Ich versichere, falls ich nochmals fliege, dass ich mir beim nächsten Sicherheitsvortrag Ohren und Augen zuhalten werde! Die Schwimmweste unter dem Sitz finde ich sowieso nicht, hab unter meinen Sitz gegriffen und da war nichts…)

BING! Irgendwie mag ich dieses „Bing“ nicht, wenn es erklingt. Es ist immer ein Hinweis auf irgendwas. Start, Flughöhe erreicht, außerordentliche Vorkommnisse – Durchsage des Kapitäns oder des Flugpersonals, Landeanflug, Absturz… In meinem Kopf waren tausend Gedanken. Der Versuch mich selbst zu beruhigen war sehr anstrengend. Was konnte ich tun, woran konnte ich denken um mich zu entspannen. Wir hatten die Startbahn erreicht. Liebend gerne wäre ich stundenlang am Flugplatz im Flugzeug nur herumgefahren, ohne abzuheben! Faszination und Angst erfüllte mich. Es dämmerte bereits draußen. Schönes Flugwetter, ein bisschen Wind, der keine Probleme bereiten dürfte. Mit der Enge in der Maschine hatte ich plötzlich keine Probleme mehr und ab diesem Zeitpunkt auch nie wieder. Es fühlte sich nicht mal mehr eng an. Vielleicht deswegen, weil die Enge auf einmal die kleinste in mir aufkeimenden Besorgnis war? Da erkannte ich, dass meine Flugangst nicht auf meine selbsternannte Krankheit – Klaustrophobie - zurückzuführen war, so wie ich immer vermutet hatte, sondern schlichtweg auf eine einfache, herkömmliche, enorme Absturzangst. Meine Intelligenz war einfach zu gering um begreifen zu können, wie so ein Riesending fliegen konnte! Ich hatte kein Vertrauen darin, dass es Menschen gab die dazu fähig waren etwas wie ein Flugzeug zu entwickeln und in solcher Höhe von einem Ende der Welt zum anderen zu fliegen.

Das Flugzeug wurde immer lauter. Die Triebwerke, die Düsen wurden immer ohrenbetäubender. Der Kapitän setzte zum Start an. Wir preschten über die Piste, es drückte mich fest in den Sitz, bis ich merkte, dass wir schwebten. Ich flog! Ich, Gaby Lang, flog!!! Wieder war ich froh vorne zu sitzen um die Steilheit des Startfluges nicht noch mehr zu bemerken. Verstohlen blickte ich aus dem Minifensterchen. Mein Gott wie hoch oben wir schon waren und plötzlich neigte sich das Flugzeug in eine ungeliebte, enge Linkskurve bei der mir mehr als schwummrig wurde. Mir wurde schwindelig und übel zugleich. Sehr übel. Ich fingerte nach der Kotztüte (wie könnte man Kotztüte gewählter ausdrücken? Brechsäckchen, Übergebungsbeutelchen?). Christian fragte mich ob ich wirklich Kotzen müsse, ein ganz klein wenig peinlich berührt, aber durchaus besorgt. Ich wusste selbst nicht genau, wie lange ich das ohne Auswurf meines Mageninhaltes durchstehen würde. Es kam auf die Länge der Linkskurve an, es lag in Käpt’ns Hand - ob kotzen oder nicht kotzen. Die Tatsache, dass mein Magen leer war um diese Zeit, begünstigte die Situation und ich blieb brechfrei. Mit zitternden Fingern steckte ich das Säckchen wieder in die Tasche der Lehne des Vordersitzes, für den nächsten Fluggast, der in Zukunft auf meinem Sitz platznahm, falls dieses Flugzeug unseren Flug unbeschadet überstehen würde…

BING! Flughöhe erreicht. Langsam entspannte ich mich. Ich konnte auch wieder lächeln. Etwas gequält, aber immerhin. Wie erleichtert war ich, als sich zumindest phasenweise mein Herzschlag eindämmte. Ich konnte sogar das servierte Frühstück essen und trinken, das hätte ich nie für möglich gehalten! Wir fliegen nach Rhodos! Ans Meer! Bald sind wir dort! Ich appellierte immer wieder an meinen Verstand. Fliegen ist das sicherste Verkehrsmittel. Autofahren ist milliardenmal gefährlicher! Wenn man die Flughöhe erreicht hat dann kann gar nichts mehr passieren! Wenn ein Triebwerk ausfällt kann man mit nur einem Triebwerk gefahrlos weiterfliegen! Positive Gedanken wurden erbarmungslos durch negative abgelöst: Was ist wenn ein Vogelschwarm ins Triebwerk gelangt? Da war doch schon mal ein folgenschwerer Zwischenfall, oder? Fliegen Vögel überhaupt so hoch? Wie hoch fliegen Zugvögel? Gibt es um diese Zeit Zugvögel? Sind Vögelformationen nur beim Starten und Landen Risikofaktoren? Kann man Vögel als Risikofaktoren beim Fliegen einstufen? Ich beschloss mich daran zu klammern, dass es in dieser Höhe definitiv keine Vögel mehr existieren, weil diese ja Sauerstoff benötigen, den es so hoch über den Wolken sowieso nicht mehr gibt. Das erinnerte mich an die Sauerstoffmasken… Aber: Ich hatte es geschafft mich in der Reisephase halbwegs zu entspannen. Mein Zustand war erträglich. Das Baby hatte sich endlich beruhigt und ich war mir sicher, dass es vor lauter Erschöpfung mittlerweile eingeschlafen oder bewusstlos war. Draußen schien die Sonne und wir flogen über einer kuscheligen Decke von weißen Wolken.

Man konnte den Boden vor Wolken nicht sehen. (Hoffentlich kollidieren wir nicht mit einem anderen Flugzeug.) Vater unser im Himmel, geheiligt werden dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden… Ich betete. Hatte ich schon lange nicht mehr getan. Ich fand es für angemessen mich beim lieben Gott zu entschuldigen, dass ich immer nur ans Beten dachte wenn ich Hilfe brauchte, oder Angst hatte. Ich entschuldigte mich beim Herrn dafür und fand die Umgebung über den Wolken, für meine Gebete und die Entschuldigung, mehr als angemessen. Bei der Gelegenheit: „Danke lieber Gott, dass Du uns gesund zurückgebracht hast, das kann ich dir heute auch gleich schriftlich mitteilen. Hast Du damals, als Du uns erschaffen hast, schon gewusst, dass es einmal so intelligente Menschen geben wird, die ein Flugzeug entwickeln und das dann auch wirklich fliegt?“ Nach meiner Konversation mit Jesus Christus und einer längeren Relaxphase rumpelte es im Flugzeug. Ein bisschen wie im Reisebus auf der Straße. Rumpel, rumpel, ein ganz, ganz kurzes Abfallen, wieder Auffangen, rumpeln, wieder ruhiger, wieder rumpeln. Ich musste Christian nicht sagen, dass dieses Flugverhalten meinen Herzschlag wieder beschleunigte. „Das ist ganz normal und ein ganz ruhiger Flug“, schön wenn man einen Flugexperten neben sich hat. Christian erzählte mir von viel, viel unruhigeren Flügen in seiner Vergangenheit, die aber auch als ganz normal eingestuft werden konnten. Trotzdem hasste ich dieses Rumpeln. Ich wollte es verdammt noch mal ganz ruhig. BING! Wie war es möglich, dass ein Bing mich derart aus der Fassung bringen konnte? „Meine Damen und Herren, wir fliegen durch unruhiges Gebiet, bitte bleiben sie angeschnallt und verlassen Sie Ihre Plätze nicht. Ladies and gentlemen… “ Nein!!! Bitte nicht! Ich hatte mich doch gerade erst so schön entspannt und auf den Urlaub gefreut! Ich seufzte und Christian streichelte meine Hand: „Alles ganz normal, du brauchst keine Angst zu haben, bald sind wir da…“ Wir rumpelten weiter und ich fing tatsächlich tapfer an zu glauben, dass das Rumpeln, auch wenn ich es hasste, einfach zum Fliegen gehörte. „Wie im Bus auf der Straße, ich bin im Bus, ich bin im Bus….“, so meine Beruhigungstaktik.
Und auf einmal verschwanden die Wolken. Draußen wurde es diesig und die Sonne lachte noch heller, noch südlicher, noch wunderbarer vom Himmel. Das Meer!!! Ich sehe das Meer! Ich strahlte mit der Sonne um die Wette! Der Gedanke ans Landen machte mir eigentlich keine Angst. Ich mochte das Landen!! Den Sinkflug würde ich schon überstehen! Hauptsache runter! Runter! Runter!!! Und ans Meer!!! BING! „Ladies and gentlemen wir beginnen mit dem Landeanflug auf Rhodos! Bitte bleiben Sie angeschnallt bis der Kapitän das Zeichen zum Abschnallen gibt! Wir bedanken uns schon jetzt, dass Sie mit uns geflogen sind, wir wünschen Ihnen einen schönen Urlaub auf Rhodos!“ Ja!!! Sie sind zuversichtlich, dass die Landung gelingt!!!! Voller Erleichterung blickte ich auf das Meer und die vielen Inseln die sich mir darboten! Wie schön und wundervoll war dieser Moment! Ich konnte Boote erkennen, Buchten und die unendliche Weite des Meeres! Sollte das der Moment sein für den es sich lohnte weiterhin zu fliegen? Es war zu schön! Ein unspektakulärer Sinkflug und eine Kurve die mir nur eine kleine, kurze Übelkeit verursachte, war schnell überstanden und schon kamen wir dem Boden immer näher. Ich sah Strände von Rhodos, Autos, Hotels und konnte sogar schon Menschen erkennen.
  
Wir sind da! Rumps! „So eine butterweiche Landung“, sagte Christian und ich konnte die Tränen nicht mehr halten. Tränen der Erleichterung, Tränen des Glücks in Griechenland zu sein, Tränen auch vor Stolz, weil ich mich zum Fliegen überwunden und es geschafft hatte.

Unser wunderschöner Aufenthalt auf Rhodos konnte beginnen!

ELYSIUM RESORT & SPA *****


Nachdem wir das Flugzeug verlassen hatten und ein Bus uns ins Flughafengebäude von Rhodos gebracht hatte, holten wir unser Gepäck vom Band und wurden von der Reiseleitung empfangen. Gut informiert gingen wir, unter der griechischen Sonne, zum Transferbus und bald darauf wurden wir zum Hotel gebracht. Unterwegs hielt der Bus an verschiedenen Hotels an und da und dort stiegen Mitreisende aus die dort gebucht hatten. Nach etwa einer halben Stunde Fahrt gab der Fahrer „Elysium“ bekannt und wir blickten auf ein gigantisch schönes, modernes Gebäude. Die mitreisende Dame im Sitz vor mir flüsterte zu ihrer Sitznachbarin: „Na gut, schau dir das einmal an, da steigt eh sicher keiner aus“. Oooh doch. Wir!!!! Das Hotel war so beeindruckend schön, dabei hatten wir zu dem Zeitpunkt doch erst die Vorderansicht zu Gesicht bekommen. Christian und ich stiegen aus, der Busfahrer gab uns unsere Koffer und wir schritten beflügelt zum Eingang des prachtvollen Gebäudes.

Diesen Reisebericht niederzuschreiben veranlasste mich hauptsächlich die Tatsache, dass ich meine Flugangst ignoriert hatte und geflogen bin, also handelt es sich hier eher um einen Flugbericht, oder An- und Abreisebericht, wobei ich auf Grund des sensationellen Aufenthaltes in diesem einzigartigen Hotel und dieser traumhaften Urlaubswoche die Highlights unbedingt festhalten musste.

Christian hatte für mich als Überraschung eine Suite mit Meerblick gebucht. Im Eliteclub, der nur ausgewählten Gästen zur Verfügung stand. Ja, ich fühlte mich wie Elite, ob der unvorstellbar zuvorkommenden Behandlung durch das Personal. Der Empfang war grandios. Die „Eliteclubmitglieder“ hatten sogar eine eigene Rezeption, zu der uns die Hauptrezeption geleitete. Dort wurden wir mehr als gebührend empfangen. Weil unsere Suite noch nicht bezugsfertig war empfahl man uns noch am Frühstück teilzunehmen, obwohl wir an diesem ersten Tag eigentlich erst zum Abendessen geladen waren. „Für uns - die Elite“ gab es im Obergeschoss einen eigenen Frühstücksbereich mit gekühlten Innenräumen oder großen, beschatteten Terrassen. Dort nahmen wir, etwas müde von der aufregenden Anreise, überglücklich an einem schönen Tisch Platz und bedienten uns am mehr als reichhaltigen Buffet. Das Personal war derart zuvorkommend und professionell, dass wir dies schon in den ersten Minuten anerkennend wahrnahmen. Man konnte entscheiden ob man bedient werden wollte, oder ob man sich selbst am Buffet bediente. Wir bevorzugten letzteres und schwelgten im Rausch, den uns unsere Ankunft bescherte. (Ich muss mich so geschwollen ausdrücken, denn es war kein herkömmlicher schöner Urlaub, es war von Beginn an alles so extrem beeindruckend.) Gestärkt vom Frühstück, das wirklich alle Stücke spielte und beflügelt vom Champagner holten wir unsere Badesachen um am Strand zu relaxen, bis wir unser Zimmer beziehen konnten. Im Spa-Bereich wurde uns ein verschließbarer Kasten zur Verfügung gestellt, weil wir ja noch kein Zimmer hatten. Badetücher, jeden Tag mehrmals neue, waren dort eine Selbstverständlichkeit. Wir haben schon öfter in sehr guten 5 Sterne Häusern Urlaube verbracht, die alle wirklich wunderbar waren, aber hier erlebte man „die Stufe drüber“, die Stufe in der ein Hotel, mit dessen Personal, alle Annehmlichkeiten bis ins letzte Detail durchdacht hatte und die Aufmerksamkeiten, oder „Freudemacher“ auch realisierte. Es gab einfach nichts, was es nicht gab. Gäbe es einen 6. Stern für Hotels, ich hätte ihn „unserem Elysium“ verliehen.

Bald war es soweit und die nette Dame der Rezeption teilte uns am Handy mit, dass unser Zimmer fertig für unseren Bezug war. Wir verblieben noch ein bisschen am Strand und fanden uns etwas später an der Rezeption ein. Dort erhielten wir alle nötigen Informationen und die Zutrittskarte. Ein Hotelangestellter brachte die Koffer auf unsere Suite, erklärte Whirlpool, elektrische Vorhangzuzieher (!!!), Klimaanlage und noch vieles mehr, bevor er uns verlies. Am Tisch standen aufwändig dekorierte Willkommensnascherein und eine Flasche Wein. Klar, dass wir die gleich mal geöffnet und am riesigen Balkon genossen haben. Jeden Tag gab’s neue kulinarische Überraschungen auf unserem Tisch, samt einer Flasche Wasser, wenn wir vom Strand ins Zimmer gingen.
  
Unsere große Wohnung mit Riesenbalkon verfügte über 2 WCs, 2 Fernseher, ein Kingsizebett, eine Dusche, eine Whirlpoolbadewanne, eine Bar an der man sich Kaffee und Tee zubereiten konnte, einen Kühlschrank, Safe und Klimaanlage mit dem besagten wunderbaren Ausblick.

Völlig verzückt machten wir uns abends zum Abendessen fertig. Es gab verschiedene Restaurants im Resort, die man wählen konnte, verschiedene Bars und einen allgemeinen Speisesaal an dem das Buffet mit unzähligen Stationen aufgebaut war. In diesem Speisesaal gab es Frühstücksbuffet und Abendbuffet. Wir vom Eliteclub hatten die Option unser Frühstück entweder in diesem Saal, oder im Restaurant auf der Dachterrasse zu genießen. Wir hatten beides probiert, waren aber meistens im großen Saal für die Allgemeinheit.

Nun zum Essen. Was hier geboten wurde übersteigt jegliche Vorstellungskraft. Um dies zu beschreiben fehlen mir die Worte, die das wiedergeben könnten, was ich ausdrücken möchte. Als Mensch, der wirklich nicht abgehoben ist, bekam man beim Essen fast ein schlechtes Gewissen den anderen Menschen gegenüber, denen es nicht so gut geht oder die sogar hungern müssen. Ganz nah an der Sünde bewegte man sich hier bei der enormen und köstlichen Auswahl an Leckereien. Es musste Stunden kosten, diese Wunderwerke an Speisen zuzubereiten. War man zu bequem sich zum Buffet zu bewegen, wurde auch a la card serviert. Einfach unglaublich. Hatte man den Tisch gewählt wurde unermüdlich der Wein und Wasser nachgeschenkt, oder der Sessel zurechtgerückt, setzte sich eine Dame zu Tisch. Hatte man den Teller leer gegessen, wurde umgehend abserviert und neues Besteck, für den möglichen nächsten Gang, gebracht. Die Augen des Personals waren überall. Es war unmöglich etwas ungesagt haben zu wollen, ohne dass es prompt gebracht wurde, oder vorgeschlagen wurde. Sensationell.

So gestaltete sich ein Traumtag nach dem anderen, mit Essensgenüssen, Getränken an der Strandbar, Sonne pur am Strand oder Riesenpool mit Liegen und Schirmen (ohne Aufpreis, da haben wir auch schon anderes erlebt), Ausflügen nach Falliraki und Rhodos Stadt (die wirklich ganz entzückend ist, mit unzähligen typischen Urlaubsshoppinggeschäften, bis auf die lästigen Restaurantbesitzer, die einen förmlich in die Lokale ziehen möchten), mit spannenden, lustigen, abenteuerlichen Busfahrten dorthin, abgerundet mit lauen Nächten und täglich neuem Unterhaltungsprogramm, das wir meist auf unserem Balkon bei einer Flasche Wein genossen haben.

Schneller als uns lieb war kam der letzte Tag, der 25. Juni 2017. Wir konnten noch den ganzen Tag genießen, weil wir erst um 20:20 Uhr vom Hotel Richtung Flughafen abgeholt wurden. Wir zelebrierten noch einmal unser Elitefrühstück, packten die Koffer, die bis zu unserem Transfer verwahrt wurden. Sogar eine Duschgelegenheit hatte man uns noch organisiert, kurz vor der Abreise. Nach dem letzten Tag am Strand, frisch geduscht, nahmen wir an der Hotelbar noch einen Abendsnack ein. Dann mussten wir endgültig Abschied nehmen, unser Gepäck wurde vor das Hotel gebracht, der Transferbus erschien überpünktlich und los ging’s, Richtung Flughafen Rhodos. Langsam wurde ich wieder nervöser. Die Beruhigungstablette im Anschlag…


Flug Rhodos - Wien Sonntag, 25. Juni 2017 23:20 Uhr, Flugnummer OS 9174

Viel zu früh wurden wir am Flughafen Rhodos abgesetzt. Ich war froh, dass wir einen Abendflug hatten und dadurch die Hitze nicht mehr so stark war. Eigentlich war ich den Umständen entsprechend ruhig, obwohl einem die Unruhe am griechischen Flughafen schon zu schaffen machen hätte können. Unmengen an Menschen, die zurück in ihre Heimat mussten, tummelten sich vor den vielen, ungepflegten Schaltern. Es bildeten sich lange Schlangen von Menschen, die aufs Einchecken warteten. Es war heiß im Flughafengebäude und die Lautstärke der Menschen aller Nationalitäten war schon enorm. Hitze, Menschenmassen, fußballspielende (griechische?) Kinder IM Gebäude, direkt am Gate, hätten mich eigentlich noch nervöser machen können. Aber ich war relativ gelassen. Nach langer Wartezeit entdeckte Christian unsere AUA Maschine und wir wussten, dass wir bald Boarding hatten. Viel weniger professionell wie in Wien wurden wir vom Bus zum Flugzeug gebracht. Auch da war mein Puls noch relativ normal. Wir bestiegen die Maschine mittels Treppe. Ganz oben angekommen erhaschte ich den Blick ins Cockpit. Da saß er schon, der Kapitän und daneben der Copilot. Der Kapitän im mittleren Alter und Halbglatze wirkte seriös, das nahm ich zufrieden zur Kenntnis. Ich war mir sicher, dass Familie auf ihn wartete und er ebenso gerne sicher nach Hause kommen wollte wie ich. Nun war ich mittlerweile an das kleine Einstiegsloch der Maschine gewohnt. Fast schon souverän nahm ich eine Zeitschrift aus dem Ständer und betrat das Flugzeug, die Grüße der Stewardessen erwidernd. Zielstrebig belegte ich meinen Sitzplatz, der Wiener Walzer den die AUA Gesellschaft spielte beruhigte mich und Christian lobte mich für meine Gelassenheit. Der Flieger war gut klimatisiert, kam mir auch neuer vor als unser Flugzeug beim Flug von Wien nach Rhodos. Allgemein fühlte ich mich besser als bei der Anreise. Das Schreibaby war wieder mit von der Partie, aber es blieb still und kämpfte mit Wachbleiben, obwohl es offensichtlich sehr müde war. Diesmal saß diese Familie schräg rechts vor uns. Ich wünschte dem Kind baldigen Schlaf und hoffte für mich, dass es still blieb. Blieb es auch. Der Schlaf war stärker. An dieser Stelle könnte ich wieder von hauptsächlichem Herzklopfen und kurzzeitiger Zwischendurchentspannung berichten, nur dann würde diese Erzählung die des Hinfluges nach Rhodos – nur diesmal in Dunkelheit - sehr ähneln. Natürlich hatte ich wieder diese Angstanfälle und Christian tat sein Bestes mich bei Laune zu halten. Aber ich hatte mich und meine Angst im Griff. Für die Beruhigungspille war es sowieso schon wieder zu spät. BING! Boarding completed. Wir rollten Richtung Startbahn. Die Stewardesse erklärte uns ihr idiotisches Sicherheitsprogramm. Wieder war ich sicher die Schwimmweste im Notfall niemals zu finden und würden die Sauerstoffmasken wie von Geisterhand bewegt von oben herabfallen, würde mich ohnehin der Schlag treffen und mein Leben würde vorbei sein. Darüber hinaus informierte uns die Flugbegleiterin, dass wir verpflichtet wären eventuelle Schäden, die durch uns an der Maschine entdeckt werden könnten, oder falls private elektronische Geräte heiß werden würden, oder sogar Rauch entwickelten, zu melden. Mir wurde übel. Warum musste sie so schwarzmalen. BING! Das Licht wurde abgeschaltet. Christian sagte mir, dass beim Starten und Landen immer das Licht abgedreht werden würde. Wieder der gewaltige Schub der mich in die Lehne des Sitzes drückte. Wäre ich kein Angsthase, könnte einem das glatt gefallen. Wir heben ab! Gleichmäßig und diesmal ohne Kotzkurve erreichten wir unsere Flughöhe. Puls hoch. Aber ich konnte damit umgehen. Mittlerweile wissen wir, die Aerobe Zone – 70 – 80 % HFmax, in der ich mich ohne Zweifel wieder bewegte, steigert die Fettverbrennung. Gut so. Ade Kilogramm mehr, das mir das Elitebuffet im Elysium sicherlich gekostet hatte. BING! Licht wieder an! Wir waren oben! Oben wo nichts mehr passieren konnte! Rein theoretisch! Ich blätterte in meiner Zeitschrift ohne zu lesen. Therapeutisches Bilder betrachten. Ein Mitternachtsessen wurde serviert und Christian freute sich sehr über die leckere Hühnerbrust. Ich wollte um diese Zeit und mit Herzklopfen nichts mehr essen. Ich sah aus dem ovalen Flugzeugfensterchen. Oh wie schön! Die Welt beleuchtet von oben! Ganz ehrlich das hatte mich sehr beruhigt und angenehm beschäftigt, bis zu dem Zeitpunkt als ich in ein wenig Entfernung Blitze zucken sah. „Ganz weit weg“, sagte Christian leise, als könnte er meine Gedanken lesen. Aber die Blitze und Wolken wurden mehr. Wir tauchten ein in dicke Wolken. Und da war es wieder dieses unangenehme Rumpeln. „Ganz normal, Schatz“, teilte mir mein privater Flugbegleiter mit. „Ein Gewitter kann der Maschine nichts anhaben.“ Echt? Ich hab da mal einen Horrorfilm über ein Flugzeug das in ein Gewitter kam und auf einmal nichts mehr funktionierte und es abwärts ging… BING! „Ladies and Gentlemen wir durchfliegen eine Schlechtwetterfront, bleiben Sie angeschnallt und auf ihren Sitzen.“ Nein!!! Bitte nicht!!! Warum musste es ausgerechnet heute gewittern? Ich hatte beim Hinflug vergessen zu erwähnen, dass ich sogar ganz alleine das Flugzeug-WC, in dem es noch mehr rumpelte und wackelte, besuchte und es kreislaufmäßig relativ gut überstanden hatte. Hätte mich nun meine Blase zum WC-Gang genötigt, hätte ich dem nicht gefolgt und hätte mich lieber schlicht und ergreifend angepinkelt. Plötzlich flackerte das Flugzeuglicht. Es ging an und wieder aus und wieder an und wieder aus. Stromausfall!!??? Blitzschlag??? Ausfall sämtlicher Systeme? Worst Case??? Rumpel… Wieder war es Christian der mich beruhigte. Er meinte zu wissen, dass die Stewardesse irrtümlich den Lichtschalter betätigt hätte. Wie konnte man das so unüberlegt tun? Hatten die Damen kein Gefühl!? Nur weil sie diesen Schreckensberuf gewählt und so unglaublich megacool in der Luft lebten, durften sie nicht vergessen, dass es ihre verdammte Aufgabe war, auf Menschen mit Flugangst spezialisiert zu sein und solche Scherze zu unterlassen! Wider Erwarten überstanden wir auch die Schlechtwetterfront. Kurz konnte ich zu normalen Körperwerten zurückfinden. Überflüssiger Weise teilte mir Christian mit, dass der Kapitän soeben am WC gewesen sei. Er hatte ihn beobachtet und überlegt, ob der Copilot alleine im Cockpit verblieben wäre, ob das heute noch zulässig wäre, oder ob sich eine Stewardesse zum Copilot gesellen hätte müssen. Mir doch egal! Der Pilot sollte meines Erachtens gar nicht zur Toilette solange ich mich im Flugzeug befinde! Pilotenblasenentleerung überstanden! BING! Landeanflug! „Bitte bleiben Sie angeschnallt!“ Ja! Landeanflug! Mein geliebter Landeanflug! Sofern man in meiner Verfassung bei Flugabschnitten von Liebe sprechen konnte. Runter mit uns! Der Boden Wiens kam immer näher. Erleichterung machte sich in mir breit. DOCK! Das Fahrgestell fuhr hörbar aus. War es auch sicher ordnungsgemäß ausgefahren? Rumpel, rumpel, rums! Die Erde hatte mich wieder und ich war wirklich froh und dankbar dafür. Wir fuhren mit dem Flugzeug zum vorgesehen Gate und wiederum entdeckte ich, wie sehr ich das Fahren im Flieger genoss. Angedockt und ab durch den Tunnel, rein ins Flughabengebäude Vienna, hieß es! Ich hatte es gemeistert!

Nachdem wir unser Gepäck wiederhatten, war ich viel zu cool um eine läppische Liftfahrt in den 7. Stock der Parkgarage hier noch zu erwähnen. Christian verstaute die Koffer im Auto und wir machten uns auf die nächtliche Heimfahrt im sicherlich viel gefährlicheren Automobil, aber gaaaanz entspannt und überglücklich schwelgend in den Erinnerungen der traumhaften, spannenden, aufregenden Urlaubszeit auf Rhodos!

Fazit:
Hätte man mich im Flugzeug während des Rüttelns und Rumpelns gefragt ob ich wieder fliegen werde, muss ich ehrlich zugeben, dass ich konsequent verneint hätte.
Heute, nur einen Tag nach der Landung bin ich sicher, dass ich wieder fliegen werde um einfach etwas mehr von unserer wunderschönen Welt zu sehen.
Vielleicht gibt’s auch für mich sowas wie Flugroutine! Ich hoffe es!

Ach ja: Beim nächsten Flug in den Urlaub trage ich Sportschuhe, ich schwöre.



Samstag, 20. Mai 2017

extrasüße Geldtorte


Extrasüße Geldtorte aus WC Papier für lustige Mädels!
Ich wünsch Euch ein schönes Wochenende mit vielen Gelegenheiten zum Feiern!
Alles Liebe, Eure Gabriella

Samstag, 29. April 2017

fruchtige Schönheiten





Ein ganz schön fruchtiger Samstagvormittag! 
Ein Obstsalat und 3 Varianten!
Ich geh jetzt die Küche sauber machen...

Schönes Wochenende!
Alles Liebe...
Eure Gabriella

Mittwoch, 29. März 2017

handmade with love



Geben ist schöner als nehmen. Obwohl nehmen auch was hat... *ähäm*
Alles Liebe für Euch!
Eure Gabriella

Sonntag, 26. März 2017

Kuscheliges Herzchen und immer wieder Rosen!


Basteltipp am Sonntag:
Palmkätzchen (findet Ihr die auch so süß???!!!) abrebeln, Herz aus Moosgummi ausschneiden (Linie sollte so 5 mm haben, damit Ihr die Kätzchen auch gut aufkleben könnt), Kätzchen aufkleben, fertig!


Und noch meine Frühling-Rosen-Etagere!
Ein wahres Fotomodel!
Wenn ich nur zum Knipsen aufhören könnt!


Gesundheit und alles Liebe für Euch!
Eure Gabriella

Samstag, 25. März 2017

Rundum Glück!



Überraschungen gleich in der Früh!
Ein Geschenkesäckchen mit Lieblingssachen drin, "einfach so" von der besten Freundin, heimlich vor die Haustüre gestellt!
Wie süß da der Tag beginnt!
Schön, dass ich gleich passende Rosen zu Hause hatte!
Schwups damit ins Säckchen uuuund: FOTO FOTO FOTO! 

Und dann noch der schöne Spruch...





Na dann...
Ist eh schon Abend, also!!
Prösterchen und schönes Wochenende!

Alles Liebe!
Eure Gabriella

Sonntag, 5. März 2017

Herziger Kuchen für Dich!


"Herzige" Kuchengrüße für Euch am Sonntag!









Lasst es Euch gut gehen!
Eure Gabriella

Samstag, 25. Februar 2017

GreenGate Geschirr

Süß ist es ja, dieses GreenGate Geschirr...
Aber es passt halt so gar nicht mehr zu meinem neuen Stil,
und zum Stil unseres Hauses.

Mag es jemand haben?




Es sind 4 getupfte Eierbecher, 4 geblumte Eierbecher, 2 Milchbecher, 2 Müslischalen, 1 geblumter Teller...

Nur im Set abzugeben, weil ich nur einmal versenden mag.
:-)

Setpreis € 70,-

Vielleicht mag jemand...
Ohne Schäden und stand immer nur im Regal...

Schönen Samstag!
Eure Gabriella

Donnerstag, 23. Februar 2017

Vasen die keine sind!


Aus Vasenmangel einerseits und andererseits "weils nicht immer Vase sein muss" erfreue ich mich am Anblick an schönen Blüten in wunderschönen Gegenständen, die noch hübscher als Vase dienen, als herkömmliche Vasen...

Was meint Ihr?



Habt einen entspannenden, wunderbaren Feierabend!

Eure Gabriella

Sonntag, 19. Februar 2017

love is in the air


LOVE IS IN THE AIR!
Ich liebe sie... Die Mütze mein ich! :-D
Schönen LIEBEvollen Sonntag Euch allen!
Eure Gabriella

Samstag, 18. Februar 2017

Converse für Nico


Herzlich willkommen auf der Welt, Nico!
Bleib immer gesund, glücklich und positiv!
Pass auf Dich auf!
Deine Gabriella

Mobile Vögelchen


MOBILE für kleine Mädels!
Sie lieben es!


Ich wünsch Euch ein wunderbares, kreatives Wochenende!
Eure Gabriella

Montag, 6. Februar 2017

Nachschub


Wenn Nachschub erbeten wird, dann mach ich halt welchen!
Rosa, grau, oder beides gestreift?
Der Winter dauert ja noch!
Schönen behaglichen Abend!
Alles Liebe!
Eure Gabriella